Die Kunst des Strömens
Jin Shin Jyutsu
Eine sanfte japanische Kunst der Berührung. Die Hände werden auf bestimmte Punkte des Körpers gelegt und dort einfach gehalten, oft mehrere Minuten lang, ohne Druck, ohne Bewegung. Der Rest ist Zeit.

Woher es kommt
Jin Shin Jyutsu wurde im frühen 20. Jahrhundert in Japan von Jiro Murai wiederentdeckt, der sich auf alte überlieferte Aufzeichnungen stützte. Mary Burmeister brachte die Kunst Mitte des Jahrhunderts in die USA, von wo aus sie nach Europa kam.
Der Name lässt sich sinngemäß als „die Kunst des Schöpfers durch den mitfühlenden Menschen“ übersetzen. Gemeint ist vor allem eines: Die Hände tun nichts Besonderes. Sie halten nur.
Was dabei passiert
Die Vorstellung dahinter: Im Körper fließt Energie in bestimmten Bahnen. Wenn dieser Fluss durch Anspannung, Sorge oder Erschöpfung ins Stocken gerät, entsteht ein Ungleichgewicht, das sich als Unruhe oder Verspannung bemerkbar machen kann.
Durch das Auflegen der Hände soll dieser Fluss wieder in Bewegung kommen. Viele Menschen erleben eine Sitzung als tiefe Entspannung, manche schlafen dabei ein.
Jin Shin Jyutsu ist keine medizinische Behandlung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Therapie. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
26 Punkte
Die Sicherheitsenergieschlösser
Entlang der Energiebahnen liegen 26 Punkte, die schlicht von 1 bis 26 durchnummeriert werden. Sie sind auf beiden Körperseiten vorhanden.
Jeder dieser Punkte hat einen eigenen Charakter. In einer Sitzung werden immer mehrere davon in einer bestimmten Reihenfolge gehalten. Welche das sind, ergibt sich aus dem, was Sie an dem Tag mitbringen.
Die Chakren
Energie in Bewegung bringen
In der Welt des Jin Shin Jyutsu geht es darum, die Lebensenergie wieder in ihren natürlichen Fluss zu bringen. Dabei können auch die Chakren eine besondere Rolle spielen.
Durch das Strömen können die Chakren sanft angesprochen, harmonisiert und in ihrem Energiefluss unterstützt werden. Besonders der Haupt-Zentralstrom nimmt dabei eine zentrale Bedeutung ein. Er verläuft durch die Mitte unseres Körpers und verbindet uns mit unserer inneren Mitte.
Der Haupt-Zentralstrom kann sowohl in der Selbstanwendung als auch in der Partnerbehandlung geströmt werden. Mit achtsamen Händen und bewusster Aufmerksamkeit entsteht ein Raum, in dem wir zur Ruhe kommen, loslassen und wieder mehr bei uns selbst ankommen können.
So kann Jin Shin Jyutsu uns dabei begleiten, Körper, Geist und Seele wieder miteinander zu verbinden und die eigene Lebensenergie bewusster wahrzunehmen und fließen zu lassen.
Ablauf
Wie es bei mir abläuft
- Zuerst
Gespräch
Zehn Minuten darüber, wie es Ihnen geht. Daraus ergibt sich, womit wir arbeiten.
- Dann
Auf der Liege
Sie bleiben angezogen und werden zugedeckt. Ziehen Sie am besten etwas Bequemes an, in dem Sie gut liegen können.
- Danach
Halten
Ich lege meine Hände nacheinander auf verschiedene Punkte und halte sie dort. Kein Druck, keine Bewegung. Sie dürfen reden, schweigen oder einschlafen.
- Zum Schluss
Ausklingen
Einige Minuten Nachruhe, danach ein kurzer Austausch und auf Wunsch ein Griff zum Mitnehmen.
Ich freue mich, wenn Sie sich melden.
Sie müssen vorher nicht wissen, ob das etwas für Sie ist. Rufen Sie einfach an, das finden wir in fünf Minuten gemeinsam heraus.