Die Kunst des Strömens

Jin Shin Jyutsu

Eine sanfte japanische Kunst der Berührung. Die Hände werden auf bestimmte Punkte des Körpers gelegt und dort einfach gehalten — oft mehrere Minuten lang, ohne Druck, ohne Bewegung. Der Rest ist Zeit.

Der Behandlungsraum

Woher es kommt

Jin Shin Jyutsu wurde im frühen 20. Jahrhundert in Japan von Jiro Murai wiederentdeckt, der sich auf alte überlieferte Aufzeichnungen stützte. Mary Burmeister brachte die Kunst Mitte des Jahrhunderts in die USA, von wo aus sie nach Europa kam.

Der Name lässt sich sinngemäß als „die Kunst des Schöpfers durch den mitfühlenden Menschen“ übersetzen. Gemeint ist vor allem eines: Die Hände tun nichts Besonderes. Sie halten nur.

Was dabei passiert

Die Vorstellung dahinter: Im Körper fließt Energie in bestimmten Bahnen. Wenn dieser Fluss ins Stocken gerät — durch Anspannung, Sorge, Erschöpfung — entsteht ein Ungleichgewicht, das sich als Unruhe oder Verspannung bemerkbar machen kann.

Durch das Auflegen der Hände soll dieser Fluss wieder in Bewegung kommen. Viele Menschen erleben eine Sitzung als tiefe Entspannung, manche schlafen dabei ein.

Jin Shin Jyutsu ist keine medizinische Behandlung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Therapie. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

26 Punkte

Die Sicherheits­energie­schlösser

Entlang der Energiebahnen liegen 26 Punkte, die schlicht von 1 bis 26 durchnummeriert werden. Sie sind auf beiden Körperseiten vorhanden.

Jeder dieser Punkte hat einen eigenen Charakter. In einer Sitzung werden immer mehrere davon in einer bestimmten Reihenfolge gehalten — welche, ergibt sich aus dem, was Sie an dem Tag mitbringen.

Die fünf Finger

Etwas, das Sie sofort selbst ausprobieren können.

In Jin Shin Jyutsu steht jeder Finger für ein Gefühl, das uns manchmal überrollt. Sie umfassen einen Finger locker mit der ganzen anderen Hand und halten ihn zwei bis fünf Minuten. Nicht drücken, nicht ziehen — nur halten.

Fahren Sie über einen Finger oder tippen Sie ihn an.

Das lässt sich überall tun — abends auf dem Sofa, im Wartezimmer, im Zug. Niemand bemerkt es.

Ablauf

Wie es bei mir abläuft

  1. Zuerst

    Gespräch

    Zehn Minuten darüber, wie es Ihnen geht. Daraus ergibt sich, womit wir arbeiten.

  2. Dann

    Auf der Liege

    Sie bleiben angezogen und werden zugedeckt. Ziehen Sie am besten etwas Bequemes an, in dem Sie gut liegen können.

  3. Danach

    Halten

    Ich lege meine Hände nacheinander auf verschiedene Punkte und halte sie dort. Kein Druck, keine Bewegung. Sie dürfen reden, schweigen oder einschlafen.

  4. Zum Schluss

    Ausklingen

    Einige Minuten Nachruhe, danach ein kurzer Austausch und auf Wunsch ein Griff zum Mitnehmen.

Ich freue mich, wenn Sie sich melden.

Sie müssen vorher nicht wissen, ob das etwas für Sie ist. Rufen Sie einfach an — das finden wir in fünf Minuten gemeinsam heraus.